Lumo AI ist der einzige weit verbreitete KI-Assistent, der so gebaut ist, dass nicht einmal das Unternehmen selbst deine Chats lesen kann. Er stammt von Proton, dem Schweizer Anbieter von Proton Mail und Proton VPN, und schützt jedes Gespräch mit Zero-Access-Verschlüsselung und einer strikten No-Logs-Richtlinie. Alles, was du eingibst, wird weder in lesbarer Form gespeichert noch weitergegeben oder zum Training von Modellen genutzt. Diese eine Design-Entscheidung ist das, was ihn von ChatGPT, Gemini und fast allem anderen unterscheidet.

Proton hat Lumo 2.0 am 30. Juni 2026 veröffentlicht und den Assistenten von Grund auf neu aufgebaut: mit einem Denkmodus, Bildgenerierung, Langzeitgedächtnis und Antworten, die bis zu 76 % schneller kommen. Wir haben getestet, was er kann und was nicht, herausgefunden, welche Modelle ihn tatsächlich antreiben, und geprüft, ob das Datenschutzversprechen hält. Dieser Test deckt die Modelle, die Neuerungen in Lumo 2.0, die Preise, den Vergleich mit den großen Namen und alles ab, was Apple-Nutzer wissen sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zero-Access-Verschlüsselung und No-Logs-Richtlinie bedeuten, dass Proton selbst deine Lumo-Gespräche nicht lesen kann, nicht einmal die gespeicherten.
  • Lumo 2.0 (30. Juni 2026) brachte einen Denkmodus, Bildgenerierung, dauerhaftes Gedächtnis und Antworten, die bis zu 76 % schneller kommen.
  • Aktuell laufen die Open-Weight-Modelle Qwen 3.5 und GLM 5.2, geroutet über Proton-eigene Server, nicht über eine Drittanbieter-Cloud.
  • Ein kostenloser Tarif funktioniert ohne Konto, und Lumo Plus kostet $12.99/Monat (ca. $9.99/Monat bei Jahreszahlung) und liegt damit unter ChatGPT Plus und Claude Pro, die je $20 kosten.
  • Ein unabhängiges Audit bezeichnet ihn als das „am wenigsten offene“ Open AI, und eine native Mac-App gibt es bisher nicht, nur Web und iOS.

Was ist Lumo AI?

Vom Herausgeber

Jedes KI-Modell in einer App

Fello AI vereint GPT-5.6, Claude 5, Gemini 3.6, Grok 4.5 und mehr in einer nativen App für Mac und iPhone.

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Lumo ist ein datenschutzorientierter KI-Assistent von Proton, dem Schweizer Unternehmen hinter Proton Mail und Proton VPN. Er betreibt quelloffene Modelle auf Servern, die Proton kontrolliert, geschützt durch Zero-Access-Verschlüsselung und eine No-Logs-Richtlinie, sodass deine Gespräche niemals in lesbarer Form gespeichert, weitergegeben oder zum KI-Training genutzt werden. Proton AG gehört mehrheitlich der gemeinnützigen Proton Foundation, was erklärt, warum das Unternehmen Datenschutz so stark als Produkt und nicht als bloßes Feature betrachtet.

Du kannst als Gast ohne Anmeldung direkt loschatten. Erstellst du ein kostenloses Proton-Konto, bekommst du verschlüsselte Chat-Verläufe auf allen Geräten, mehr tägliche Nachrichten und Bildgenerierung. Lumo übernimmt die üblichen Assistenzaufgaben: Schreiben, Zusammenfassen, Brainstorming, Recherche und einfaches Coden. Das zentrale Versprechen lautet, diese Hilfe zu bekommen, ohne deine Daten an ein Werbeunternehmen abzugeben.

Lumo, GetLumo und Luma AI sind drei verschiedene Dinge

In Suchergebnissen werden drei nicht verwandte Produkte durcheinandergebracht, daher lohnt es sich, das vor dem Download klarzustellen. Lumo von Proton ist der hier besprochene Datenschutz-Assistent. GetLumo ist eine separate App zur Erstellung von Inhalten für Skripte und Social-Media-Beiträge. Luma AI ist ein Werkzeug zur Video- und 3D-Generierung, das keinerlei Verbindung zu Proton hat. Wenn Datenschutz dein Ziel ist, willst du den, der von Proton AG veröffentlicht wird.

Welche Modelle nutzt Lumo?

Lumo läuft nicht auf einem einzigen Modell. Laut Protons eigener Dokumentation sind die aktuell genutzten Modelle Qwen 3.5 und GLM 5.2 für Text sowie Image-Turbo und FireRed-Image-Edit-1.1 für Bilder. Das sind Open-Weight-Modelle, die Proton auf eigener Infrastruktur hostet und optimiert; jede Anfrage wird an das jeweils am besten geeignete Modell weitergeleitet. Frühere Lumo-Versionen setzten auf eine andere Auswahl, darunter Mistral und OLMo 2, weshalb viele ältere Tests Modelle nennen, die längst nicht mehr aktuell sind.

Das Routing ist wichtiger als ein einzelner Modellname. Eine kurze Faktenfrage, eine aufwendige Denkaufgabe und eine Bildbearbeitung können jeweils auf einem anderen Modell landen, ohne dass du etwas auswählen musst. Der Kompromiss: Lumos Obergrenze liegt unterhalb von GPT-5.6 oder Claude Opus, da Open-Weight-Modelle den führenden geschlossenen Labors noch einen Schritt hinterherhinken. Für alltägliches Schreiben und Recherchieren ist dieser Abstand gering, bei schwierigem Coding oder komplexem Schlussfolgern wird er sichtbar.

Was ist neu in Lumo 2.0

Das Lumo 2.0-Release vom 30. Juni 2026 ist die Version, an der man den Assistenten messen sollte. Es ist ein echter Schritt nach vorn, kein bloßes Punkt-Update. Proton gibt an, den Assistenten von Grund auf neu entwickelt zu haben, und CEO Andy Yen nannte den neuen Denkmodus als Kern-Feature. Laut der Lumo 2.0-Ankündigung von Proton bei TechCrunch antwortet das Update auf die meisten Anfragen bis zu 76 % schneller als die Vorgängerversion.

Die praktischen Neuerungen sind jene, die du im Alltag merkst. Es gibt einen Denkmodus für schwierigere Aufgaben, Bilderkennung, sodass du ein Foto zur Analyse hochladen kannst, und Bildgenerierung aus einer Texteingabe. Projekte umfassen jetzt ein nutzerkontrolliertes dauerhaftes Gedächtnis, sodass Lumo deine Vorlieben über Sitzungen hinweg behalten kann, anstatt jedes Mal von vorne zu beginnen. Auch die Web-Suche wurde verbessert, womit eine der größten Schwachstellen der früheren Version gegenüber ChatGPT und Gemini geschlossen wird.

Wie privat ist Lumo wirklich?

Hier verdient sich Lumo seinen Ruf. Jeder Chat wird durch Zero-Access-Verschlüsselung geschützt, das heißt, deine Daten sind so verschlüsselt, dass nur du darauf zugreifen kannst, und Proton führt keine Protokolle darüber, was du fragst oder was Lumo antwortet. Gespeicherte Gespräche sind ebenfalls verschlüsselt, sodass nicht einmal Proton-Mitarbeitende sie lesen können. Der Dienst unterliegt dem Schweizer Datenschutzrecht und ist vollständig DSGVO-konform; der Client-Code ist quelloffen. Protons eigene Erläuterung findest du in der Lumo-Sicherheitsmodell-Dokumentation.

Für alle, die mit sensiblem Material arbeiten, rechtliche Notizen, Gesundheitsfragen oder unveröffentlichte Werke, ist das ein anderer Deal als bei den gängigen Assistenten. ChatGPT und Gemini speichern Gespräche und nutzen sie, je nach deinen Einstellungen, für das Training. Lumo eliminiert diese gesamte Risikokategorie per Design, und das ist der stärkste Grund, ihn zu nutzen.

Der „am wenigsten offen"-Vorbehalt, den du kennen solltest

Proton vermarktet Lumo als Open Source, doch diese Aussage verdient eine Fußnote. Der European Open Source AI Index hat ihn auditiert und als den „am wenigsten offenen" Open-AI-Assistenten in seiner Datenbank bezeichnet. Öffentlich ist nur der App-Code. Modellgewichte, Trainingsdaten, System-Prompts und die Routing-Logik, die entscheidet, welches Modell antwortet, sind alle geschlossen. Das untergräbt nicht die Verschlüsselung, die überprüfbar ist, bedeutet aber, dass du Protons Wort dafür nehmen musst, wie das System hinter den Kulissen funktioniert.

Lumo-Preise: Free, Plus und Business

Lumo ist günstiger als die gängigen Assistenten, und der kostenlose Tarif ist brauchbar, kein bloßes Demo. Der Haken: Wer täglich damit arbeitet, stößt schnell an die Grenzen bei Nachrichten, Bildgenerierung und Premium-Modellen. So sehen die Tarife aus.

TarifPreisWas du bekommst
Free$0, kein Konto nötigBegrenzte tägliche Nachrichten, Bildgenerierungen und Premium-Modellnutzung; 1 Projekt
Lumo Plus$12.99/Monat (ca. $9.99/Monat bei Jahreszahlung)Unbegrenzte Chats, mehr Bildgenerierung, vollständiger Modellzugriff, unbegrenzte Projekte und Gedächtnis
Lumo for BusinessTeampreise, jährlich abgerechnetAlles aus Plus sowie Teamverwaltung und Admin-Kontrollen

Mit $12.99 pro Monat unterbietet Lumo Plus sowohl ChatGPT Plus als auch Claude Pro, die je $20 kosten. Wer bereits ein Proton-Bundle bezahlt, kann Lumo oft darin eingeschlossen nutzen, also prüfe zunächst, was du schon hast, bevor du einen separaten Plan buchst.

Lumo vs. ChatGPT, Claude und Fello

Lumo versucht nicht, bei roher Intelligenz zu punkten, sondern beim Vertrauen. Die folgende Tabelle stellt ihn den zwei marktführenden Assistenten und Fello gegenüber, der Multi-Modell-App für Mac und iPhone, damit du siehst, wo jeder passt. Wer einen tieferen Plattformvergleich möchte, findet in unserem Leitfaden zu den großen Drei im Mac-Vergleich mehr.

Lumo PlusChatGPT PlusClaude ProFello
Preis$12.99/Monat$20/Monat$20/Monat$9.99/Monat
DatenschutzZero-Access-Verschlüsselung, keine LogsSpeichert ChatsSpeichert ChatsEigene Schlüssel, Modellwahl pro Aufgabe
ModelleOpen-Weight, Proton-gehostetGPT-5.x-FamilieClaude-FamilieMehrere, pro Aufgabe wählbar
BildgenerierungJaJaNeinJa
Native Mac-AppNein (Web + iOS)JaJaJa

Ehrlich gesagt ist Lumo die beste Wahl, wenn Datenschutz Priorität hat und eine gute Antwort wichtiger ist als die schlauste mögliche. Wer die stärkste Coding- oder Reasoning-Leistung oder eine native Desktop-App braucht, liegt bei den Mainstream-Tools besser. Einen breiteren Überblick bietet unser Vergleich der besten ChatGPT-Alternativen für Mac.

Lumo auf Mac und iPhone nutzen

Das ist der Bereich, in dem Apple-Nutzer auf Widerstand stoßen. Lumo hat eine ausgereifte iOS-App und eine vollständige Web-App, aber noch keine dedizierte native Mac-App. Auf dem Mac läuft er im Browser oder als eigenständiges Fenster, wenn du die Web-App installierst. Das funktioniert gut, bietet aber nicht die systemweiten Shortcuts und den Menüleisten-Zugriff nativer Clients. Auf dem iPhone ist die Erfahrung übersichtlich, und der verschlüsselte Verlauf synchronisiert sich auf alle Geräte.

Wer einen nativen, immer verfügbaren Assistenten auf dem Mac erwartet, sollte diese Lücke einkalkulieren. Viele Apple-Nutzer kombinieren ein Datenschutztool wie Lumo mit einer Multi-Modell-App, um nicht an einen Anbieter gebunden zu sein. Unser Leitfaden zu den besten KI-Apps für Mac stellt die nativen Optionen vor, und wenn du den Datenschutzaspekt schätzt, kannst du auch andere datenschutzbewusste Modelle auf deinem Mac nutzen.

Ist Lumo AI wirklich gut? Unser Fazit

Lumo ist sehr gut in genau dem, was er sich vorgenommen hat. Beim Schreiben, Zusammenfassen, Recherchieren und bei alltäglichen Fragen sind die Antworten solide, die Oberfläche ist seit dem 2.0-Update ruhig und schnell, und das Datenschutzversprechen ist das Echte, kein Marketing. Wer bisher gezögert hat, sensible Inhalte in ChatGPT einzufügen, wird dieses Zögern hier nicht kennen, und das allein macht ihn zu einem wertvollen Werkzeug.

Die Grenzen sind genauso klar. Die Open-Weight-Modelle bedeuten, dass er bei schwierigem Coding und komplexem Schlussfolgern nicht mit den Frontier-Tools mithalten kann; die fehlende native Mac-App ist eine echte Lücke für Apple-Nutzer; und das „Open Source"-Label ist dünner als es klingt. Unser Tipp: Lumo als privaten Standard nutzen und für schwere Aufgaben ein stärkeres Modell bereithalten. Eine Multi-Modell-Mac-App wie Fello AI macht genau das möglich und lässt dich pro Aufgabe zwischen Modellen wechseln, alles aus einem nativen Fenster für $9.99 pro Monat, damit du nie gezwungen bist, Datenschutz gegen Leistung einzutauschen. Den Ansatz kannst du im Feld vergleichen mit unserem Leitfaden zu den besten KI-Modellen.

Fazit

Lumo ist die bisher klarste Antwort auf eine einfache Frage: Kann man einen fähigen KI-Assistenten bekommen, ohne seine Daten herzugeben? Für die meisten Menschen lautet die Antwort jetzt: Ja. Und mit $12.99 pro Monat kostet er weniger als die gängigen Alternativen. Starte mit dem kostenlosen Tarif, um zu sehen, ob er passt, wechsle zu Plus, wenn die Limits stören, und kombiniere ihn mit einer nativen Multi-Modell-App, wenn du Frontier-Leistung und Mac-Integration neben dem Datenschutz möchtest.

FAQ

Ist Lumo AI kostenlos?

Ja. Lumo hat einen kostenlosen Tarif, den du ohne Konto nutzen kannst, mit begrenzten täglichen Nachrichten, Bildgenerierungen und Premium-Modellnutzung. Lumo Plus kostet $12.99 pro Monat oder ca. $9.99 pro Monat bei Jahreszahlung und bietet unbegrenzte Chats und vollen Modellzugriff.

Welche Modelle nutzt Lumo AI?

Laut Protons Dokumentation laufen bei Lumo aktuell die Open-Weight-Modelle Qwen 3.5 und GLM 5.2 für Text sowie Image-Turbo und FireRed-Image-Edit-1.1 für Bilder. Proton hostet sie auf eigenen Servern und leitet jede Anfrage an das am besten geeignete Modell weiter.

Ist Lumo AI wirklich privat?

Ja. Lumo nutzt Zero-Access-Verschlüsselung und eine No-Logs-Richtlinie, sodass Proton deine Chats nicht lesen kann, auch nicht die gespeicherten, und deine Daten werden nie zum Training von Modellen genutzt. Der Dienst unterliegt dem Schweizer Recht und ist DSGVO-konform. Der Vorbehalt: Modell-Routing und -Gewichte sind geschlossen, daher verlässt du dich in diesem Punkt auf Protons Wort.

Hat Lumo eine Mac-App?

Noch keine dedizierte native App. Lumo bietet eine ausgereifte iOS-App und eine vollständige Web-App; auf dem Mac läuft er im Browser oder als eigenständiges Fenster, wenn du die Web-App installierst. Wer native Mac-Integration möchte, kombiniert Lumo oft mit einer Multi-Modell-Desktop-App als gängige Lösung.

Ist Lumo besser als ChatGPT?

Das hängt davon ab, was dir wichtig ist. Beim Datenschutz gewinnt Lumo klar und ist mit $12.99 gegenüber $20 pro Monat günstiger. ChatGPT führt weiterhin bei roher Modellleistung, schwerem Coding, komplexem Schlussfolgern und nativen Desktop-Apps. Für sensible Aufgaben ist Lumo die bessere Wahl; für maximale Leistung bleibt ChatGPT vorn.